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BIOGRAFIE
Pop-Songs mit Ohrwurmcharakter, doch nie trivial ... - angereichert durch eine melodiöse Akustikgitarre, aber nie ausufernd ...
Die Musik des Gitarristen und Sängers Peter von Siebenthal zeichnet sich
aus durch eine Mischung aus starken Gesangsmelodien und einer in
gleicher Weise virtuosen wie melodiösen Akustikgitarre. Hinterlegt wird
das Ganze mit poppigen Beats - aber nicht nur ...
„Ein Song soll eine Geschichte erzählen; ich spreche nicht nur vom Text,
sondern auch von der Melodie, von den Instrumenten, von der Gitarre -
kurz: von der Stimmung, die ein Song ganz allgemein im Ohr des Zuhörers
erzeugt“, erklärt Peter von Siebenthal. „Wenn ich nicht singe, dann
versuche ich, dem Zuhörer auf andere Weise eine Geschichte zu erzählen.
Diesen Part übernehmen dann die Einsprengsel der akustischen Gitarre. Es
war mir bei den Aufnahmen zum neuen Album wichtig, dass der Klang der
Gitarre ohne Kabel aufgenommen wurde. Man sollte den Originalklang des
Holzes hören, aus dem die Gitarre gebaut worden war, weil dies wärmer
klingt“, so Peter von Siebenthal weiter. Doch altbacken klinge dies
nicht - im Gegenteil: Er halte das Album für absolut radiotauglich.
Siebenthals Musik ist trotz der auf den ersten Blick eingängigen
Leichtigkeit des Sounds nicht einfach einzuordnen: Für einen
Singer/Songwriter ist die Instrumentation mit Drums und Powerbass zu
poppig, für Popmusik jedoch zu wenig elektronisch und für Rockmusik
klingt der Sound wiederum zu „unplugged“, denn es darf die
Akustikgitarre auf keinen Fall ausser Acht gelassen werden. „Meine Musik
spricht ein breites Spektrum von Zuhörern an“, erläutert Peter von
Siebenthal. „Die Songs sind melodiös, aber nie trivial.“ Er habe endlich
zu seinem ganz eigenen Stil gefunden. Dies sei ein langer Prozess
gewesen. Er habe sich mit der akustischen Gitarre bereits in jungen
Jahren beschäftigt, doch damals sei seine Liebe zu Rock und Blues
stärker gewesen. Blenden wir kurz zurück: Als im Jahre 1991 ein
Wettbewerb um die beste Band des Kantons Solothurn stattfand, gewann
Siebenthal den ersten Preis: „Als die Gruppe Siebenthal die Bühne
enterte, war bald jedem klar, wer der Sieger (...) sein würde", schrieb
eine Schweizer Zeitung damals. "Das Trio mit Bass, Schlagzeug und
Gitarre riss zur Begeisterung hin. (...) Von Siebenthal (...) legt beim
Spiel seine Seele bloss.“ (Solothurner Zeitung vom 28. Juni 1991)
Bald erschien das erste Album und in den folgenden zwei Jahren spielten
Siebenthal jährlich rund 50 Konzerte. 1993 ging die Band in die USA. Ein
halbes Jahr lang sei Siebenthal durch die Clubszene in Austin, Texas
getingelt, erfährt man aus einem alten Zeitungsbericht. „Als ich damals
aus den USA zurückkam - ohne Job und ohne eigene Wohnung -, da stellte
ich die Gitarre für Jahre weg, studierte Germanistik und gründete eine
Familie“, erklärt Peter von Siebenthal.
Neues Album: Kommen wir zurück in die Gegenwart und damit zum neuen
Album, welches beim Label TIMEZONE aus Osnabrück, Deutschland,
veröffentlicht wird. Nicht wenige der Songs des neuen Albums besitzen
tatsächlich eindringliche Hook Lines und Melodien, welche teilweise mit
modernen Beats unterlegt worden sind (Here I Go, Mood For Mondays),
andere Tracks fallen wiederum eher balladenhaft aus (Get Down The
Landing Gear, A Certain Look).
Hört man etwas intensiver in das neue Werk hinein, so glaubt man zu
verstehen, was Siebenthal mit dem „Erzählen von Geschichten durch Musik“
meint - spätestens dann, wenn man sich die ruhigeren Stücke anhört.
Sind es doch die zahlreichen Fill Ins, die einem als Zuhörer das Gefühl
geben, man werde durch das straffe Songarrangement getragen, ohne dass
der melodiöse Fluss abbreche. Dabei bemerkt man erst später, dass man
eigentlich gar nicht mehr dem Sänger Peter von Siebenthal zuhört,
sondern längst dem Gitarristen ... Doch kaum wird man sich dessen
bewusst, ist da schon wieder der nächste Ohrwurm-Refrain, der die
Aufmerksamkeit des Zuhörers fest im Griff behält. Man kann bei
Siebenthal einfach nicht weghören.

TIMEZONE RECORDS, Osnabrueck
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